Kirchen-Blog

Innenansichten eines verunsicherten Katholiken

ZEITENWENDE: Zurück in die Zukunft!

Ein Virus verändert die Welt und unsere Sicht auf die Welt; Putin greift die Ukraine und die westliche Welt an, knebelt sein Volk mit Lügen, Falschdarstellungen und Terror, die katholische Kirche in Deutschland hat ein Glaubwürdigkeitsproblem und windet sich, obwohl viele ihr helfen wollen. (...)

Die Kirche, ein ganz besonderes Kapitel. Die Kirche? Unsere Kirche! Unsere Kirche in Rom!

Sie hat sich von den Gläubigen entfernt, will keinerlei Reform zulassen, sondern fordert Gehorsam in Glaubensdingen. Alles, was Gläubige für möglich halten: Priester, die heiraten dürfen, Frauen, die auch Priester werde können, Sexualität in ihrer humanen, facettenreichen Vielfalt als Zeichen der Liebe zwischen erwachsenen Menschen anerkennen, Mitspracherecht in kirchlichen Dingen - all das wird behindert. Als stünden die Kirche und ihre Repräsentanten der göttlichen Wahrheit näher als das normale Kirchenvolk und wüssten genau, was uns frommt (auch so ein merkwürdiges, treffendes Wort). Rom spricht für Rom und längst nicht für die globale Gemeinschaft der Gläubigen. Reformvorschläge aus Deutschland, von Bischöfen und dem synodalen Weg erarbeitet, werden von Rom diskreditiert. 

(Süddeutsche Zeitung v. 30.09.2022, Kommentar von Annette Zoch: (…)(“Einen Tiefpunkt der Debatte markierte dann am Donnerstag aber der Schweizer Kurienkardinal Kurt Koch, der in einem Interview eine Parallele zog zwischen der kirchlichen Reformdebatte und der NS-Zeit. Auch damals hätten die sogenannten "Deutschen Christen" - eine NS-treue Strömung im deutschen Protestantismus - zusätzlich zur Schrift neue Quellen angenommen und "Gottes neue Offenbarung in Blut und Boden und im Aufstieg Hitlers gesehen", so Koch in der Tagespost. Ja, auf diesem Niveau ist man inzwischen angelangt.“) 

 

Mehr darüber im neuen Pfarrbrief 2022/23,

der zur Adventszeit erscheint.